Entwicklungsauftrag „Digitalisierung Feuerwehr – virtueller Feuer-löschtrainer“ für EDAG

Vertragsunterzeichnung durch RP Hermann-Josef Klüber und Dirk Keller (Geschäftsführer EDAG Productions Solutions GmbH & Co. KG)

von links: Hermann-Josef Klüber (Regierungspräsident Kassel) und Dirk Keller (Geschäftsführer EDAG Productions Solutions GmbH & Co. KG)

von links: Hermann-Josef Klüber (Regierungspräsident Kassel) und Dirk Keller (Geschäftsführer EDAG Productions Solutions GmbH & Co. KG)

Das sichere und schnelle Handeln durch Feuerwehrangehörige bei der Bekämpfung eines Brandes oder dem Befreien von Verletzen aus verunfallten Fahrzeugen ist unabdingbar und bedarf eines regelmäßigen Trainings. Um effektiv Hilfe in diesen Notsituationen leisten zu können, müssen Feuerwehrangehörige den Umgang mit ihren Gerätschaften perfekt beherrschen sowie die richtigen taktischen Vorgehensweisen kennen und anwenden können. Die Digitalisierung der Feuerwehr durch innovative Virtual-Reality-Anwendungen kann dabei unterstützen, regelmäßige und praxisnahe Ausbildungen flächendeckend für Feuerwehrangehörige zu ermöglichen – unabhängig von real zur Verfügung stehenden Übungsobjekten. Eine beispielhafte Anwendung ist hierbei der „Virtuelle Feuerlöschtrainer“.

Am 04.10.2021 hat Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber (Regierungspräsidium Kassel) die EDAG Productions Solutions GmbH & Co. KG (EDAG PS) mit der Entwicklung einer Virtual-Reality-Anwendung beauftragt, mit welcher realitätsnah ein Löschangriff innerhalb eines Gebäudes (Innenangriff) trainiert werden kann. Die offizielle Vertragsunterzeichnung zwischen Regierungspräsident Klüber und Dirk Keller (Geschäftsführer EDAG PS) fand am Hauptsitz der EDAG PS in Fulda statt und markierte den Start des Entwicklungsprojekts. Die EDAG PS als weltweit führender Anbieter im Produktionsengineering setzt seit Jahren auf die Entwicklung von VR-Anwendungen wie z.B. für das Trainieren des manuellen Lackierens oder der virtuellen Roboterprogrammierung.

Regierungspräsident Klüber äußerte die Hoffnung, dass die VR-Löschsimulation ganz neue Möglichkeiten in der Ausbildung von Feuerwehrleuten eröffnen werde: „In vielen Feuerwehren in NordOstHessen schlägt der demographische Wandel schon heute durch. Ein regelmäßiges Ausbildungsangebot in der Fläche ist dadurch immer schwieriger sicherzustellen. Die VR-Löschsimulation ist ein vielversprechender Ansatz, wie digitales Lernen im Feuerwehrwesen sinnvoll eingesetzt werden kann. So kann die Ausbildung flexibler und ortsungebunden gestaltet werden. Ich freue mich, dass wir mit der EDAG PS ausgewiesene Spezialistinnen und Spezialisten auf dem Feld der Virtuellen Lernumgebung für dieses Projekt gewonnen haben.“

Inhalt des Projekts:

Um insbesondere die Bedienung und das optimale Handling mit dem Hohlstrahlrohr sowie das taktische Vorgehen zu üben, soll der „virtuelle Feuerlöschtrainer“ mit der VR-Brille einen Zimmerbrand simulieren. Dieser soll mit einem echten Feuerwehr-Hohlstrahlrohr gelöscht werden, das als „Controller“ dient und auf die VR abgestimmt ist. Das Hohlstrahlrohr ist hierbei so umgebaut, dass die Einstellungen des Wasserstrahls (Durchflussmenge und Sprühbild) sowie die Bewegungen (Richtung und Winkel) auf die virtuelle Umgebung übertragen werden können.

Die realitätsnahe Simulation von Wasser, Feuer und Rauchentwicklung ist ebenfalls ein wichtiger Baustein des „Virtuellen Feuerlöschtrainers“, um die Immersion (das „Eintauchen“ in die virtuelle Welt) so real wie möglich zu gestalten. Hier wird ein individueller Algorithmus entwickelt, der einem phänomenologischen Ansatz folgt, um dem/der Feuerwehrangehörigen ein realitätsnahes Gefühl der Elemente zu vermitteln.

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