Pressmeldung

EDAG ALS UNABHÄNGIGE DENKFABRIK FÜR METALL 3D-DRUCK IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE GEFÖRDERT

Mit der symbolischen Übergabe einer Urkunde zum deutsch-polnischen Projekt „AM-Crash“ durch Bundesministerin Anja Karliczek wurde am 02.09.2019 die Förderung der Forschungsarbeit der EDAG Engineering GmbH in einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bekräftigt. Das Projekt AM-Crash soll Weichen für den Einsatz von Metall 3D-Druck bei der Herstellung von Funktionsprototypen oder Ersatzteilen für crashbelastete Blech-Bauteile stellen. Internationale Partner unter der Führung von EDAG sind Simufact, Salzgitter Mannesmann Forschung, TU Chemnitz sowie die Wroclaw University of Science and Technology und WADIM Plast. Das Projekt wird vom BMBF gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

EDAG erhält BMBF-Förderung für deutsch-polnisches Forschungsprojekt „AM-Crash“: (v.l.n.r.) Richard Kordaß (EDAG), Dr.-Ing. Martin Hillebrecht (EDAG), Holger Merz (EDAG CFO), BMin Anja Karliczek, MdB Michael Brand

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, den 3D-Druck (additive Fertigung) so zu optimieren, dass die gedruckten Prototypen den realen Eigenschaften des späteren Serienteils möglichst nahekommen. Dabei soll mit AM-Crash die gesamte Prozesskette betrachtet werden: Von der  pulverbettbasierten laseradditiven Fertigung, über lokale und globale Wärmebehandlungen bis hin zu Fügeprozessen. Zudem wird die Simulationsfähigkeit der Prozesskette erforscht, um späteren Versuchsaufwand minimieren zu können. 

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betonte anlässlich der Urkundenübergabe das Potential dieses Forschungsansatzes: „Das Projekt zeigt, wie additive Fertigung die Zeit von der Idee eines neuen Autos bis zur Markreife verkürzen kann, ohne die Prognosegüte der Crashsicherheit zu beeinträchtigen. Durch diese Kostenersparnis kann die Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklungskompetenz der Automobilindustrie weiter gestärkt werden.“

Der 3D-Druck könnte die Time-to-market für werkzeuglos gefertigte „Blech“-Prototypen und Ersatzteile um bis zu 80% verkürzen. EDAG erhält hierfür eine Förderung vom BMBF von 260 t Euro. Das Projektvolumen dieses Verbundprojekts beträgt insgesamt 1,5 Mio. Euro, davon 800 t Euro BMBF-Förderung. 

Auch der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand zeigte sich begeistert und ein wenig stolz: „Das ist Erfindergeist und Innovation ´made in Fulda´. Die EDAG steht hier beispielgebend für besondere Leistungsfähigkeit und Potentiale national wie international. Die für den Forschungsstandort Deutschland bedeutsame Stellung unterstreicht nicht zuletzt die zielgerichtete Förderung durch das BMBF sowie die Übergabe der Urkunde durch die Ministerin persönlich.“

Dr.-Ing. Martin Hillebrecht, Innovationsleiter der EDAG, ist begeistert „über diese Wertschätzung unserer langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zum industriellen 3D-Druck für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Erfolg beitragen und bedankt sich für die Förderung durch das BMBF“.

Holger Merz, CFO der EDAG Gruppe, betont „die Wichtigkeit solcher Kooperationen zur frühen Positionierung von EDAG zum „Additive Manufacturing“ zur Erschließung neuen Geschäfts in Europa“.

Richard Kordaß, Projektleiter, freut sich „schon auf die enge Zusammenarbeit mit den deutsch-polnischen Projektpartnern“.

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