Fulda, 25.9.2026 – Wie lassen sich komplexe Produkte schneller entwickeln, Produktionssysteme effizienter gestalten und einsatzkritische Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zuverlässig betreiben? Beim EDAG Smart Industry Summit 2026 zeigte die EDAG Group vom 23. bis 25. September in Fulda anhand konkreter Use Cases und Demonstratoren, wie Engineering, Daten, Künstliche Intelligenz und Automatisierung zusammenspielen können. Im Mittelpunkt standen an den ersten beiden Tagen die drei Themengebiete Smart Product, Smart Factory und Defence. Am 25. September wurde die Veranstaltung um den Fokus auf Public Solutions ergänzt.
Der Summit verband Fachvorträge mit Live-Demonstrationen und direktem Austausch mit EDAG-Expertinnen und Experten. Das Programm umfasste zudem Beiträge externer Partner, unter anderem von NVIDIA, T-Systems, Fraunhofer, Siemens und Dassault Systèmes.
Im Fokus standen dabei nicht einzelne Technologien, sondern deren Anwendung entlang konkreter industrieller Fragestellungen. Ein Schwerpunkt lag auf metys, der Industrial Metaverse Plattform von EDAG, die Daten, Modelle und Prozesse über Produktentwicklung, Industrialisierung und Produktion hinweg miteinander verbindet (https://www.edag.com/de/metys).
Vom Produktkonzept zur Produktion
Im Bereich Smart Product zeigte EDAG, wie digitale Methoden und KI die Entwicklung komplexer Produkte unterstützen können. Ein Beispiel ist der Use Case „Realize: From Feature 2 Reality“: Produktmerkmale werden KI-gestützt definiert und in einen digitalen Zwilling überführt. Dieser kann simuliert und über den weiteren Produktlebenszyklus hinweg mit Software- und Elektronikdaten verknüpft werden. Ziel ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, Wiederverwendung zu ermöglichen und Fehler möglichst früh zu erkennen.
Auch die EDAG Toolbox Automate Design setzt an einem frühen Punkt der Produktentwicklung an. Ein Engineering Dashboard demonstrierte die parametergesteuerte Erstellung und Validierung von Konzepten. Änderungen an Parametern können dabei unmittelbar hinsichtlich ihrer Auswirkungen betrachtet werden.
Smart Factory: Daten werden zur Grundlage für Entscheidungen
Wie aus Daten konkrete Entscheidungen für Fabrikplanung und Produktion entstehen können, zeigte EDAG im Schwerpunkt Smart Factory. Im Smart Factory Network Configurator werden technische Konzepte, Kapazitäten, Prozesse, Technologien, Layouts sowie Kosten und Risiken in einem gemeinsamen 3D-Modell zusammengeführt. Verschiedene Szenarien können simuliert und miteinander verglichen werden. Am Beispiel der Batteriezellfertigung wird dabei der Weg von der Fabrikidee über die Planung bis zur Umsetzung veranschaulicht.
Auch die Automatisierung bestehender Produktionsprozesse stand im Mittelpunkt. Ein Demonstrator zu Physical AI zeigte eine automatisierte Produktionszelle, in der ein autonomer mobiler Roboter Material zuführt und zwei Cobots die Bearbeitung übernehmen.
„Technologie allein macht noch keine intelligente Fabrik. Entscheidend ist, aus Daten und digitalen Modellen bessere Entscheidungen für die reale Produktion abzuleiten. Beim Smart Industry Summit zeigen wir deshalb nicht nur, was technologisch möglich ist, sondern wie sich daraus konkrete Lösungen für Planung, Industrialisierung und Betrieb entwickeln lassen“, sagt Dirk Keller, Geschäftsführer EDAG Production Solutions GmbH & Co KG.
Defence: Verfügbarkeit über den gesamten Lebenszyklus
Das dritte Fokusthema des Summits war Defence. Der Schwerpunkt vertiefte das Thema Integrated Product Support und rückte die nachhaltige Beherrschbarkeit komplexer Systeme über den gesamten Lebenszyklus in den Mittelpunkt. Planung, Logistik, Wartung und Obsoleszenzmanagement werden dabei früh mitgedacht, damit Verfügbarkeit, Lebenswegkosten und operative Anforderungen zuverlässig zusammenspielen.
Eine weitere Demonstration zeigte eine Interactive Electronic Technical Publication. Ein interaktiver App-Demonstrator verknüpft dabei technische Dokumentation, Ersatzteilkatalog und Schulungsinformationen mit Live-Fahrzeugdaten. Am Beispiel des EDAG CityBot lassen sich so verschiedene Wartungs- und Informationsszenarien aufrufen.
Public Solutions Summit erweiterte das Programm am 25. September
Die Veranstaltung brachte Entscheiderinnen und Entscheider, Fachverantwortliche sowie Technologieexperten aus den Bereichen Cybersecurity, IT Healthcare und digitale Transformation zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen rund um digitale Resilienz und Souveränität sowie die Zukunft vernetzter Gesundheitsökosysteme. Fachvorträge und Diskussionen beleuchteten Themen wie NIS2, KRITIS, Zero Trust, Interoperabilität, KI-gestützte Datenräume und digitale Zwillinge. Ziel des Events war es, konkrete Lösungsansätze für sichere, vernetzte und leistungsfähige digitale Infrastrukturen im öffentlichen Sektor und Gesundheitswesen aufzuzeigen.









