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Internationale Pressemeldung |

EDAG Group und thyssenkrupp Automotive Technology entwickeln VMC-Demonstrator für softwaredefinierte Fahrzeuge

Wolfsburg / Eschen, Liechtenstein, 01.06.2026 - Die EDAG Group und thyssenkrupp Automotive Technology entwickeln derzeit einen gemeinsamen Demonstrator für Vehicle Motion Control. Das Projekt soll zeigen, wie sich eine übergeordnete, softwarebasierte Koordination der Fahrzeugbewegung in moderne Fahrzeugarchitekturen integrieren lässt. Die Validierung erfolgt in mehreren Stufen – von der Simulation über den Fahrsimulator bis zum Demonstrationsfahrzeug. Auf dieser Basis wollen beide Partner die Vorteile von Vehicle Motion Control künftig potenziellen Kunden praxisnah demonstrieren.

Vehicle Motion Control gilt als wichtiger Baustein für softwaredefinierte Fahrzeuge. Die Technologie koordiniert Fahrdynamikfunktionen auf Gesamtfahrzeugebene und übersetzt gewünschte Fahrzeugbewegungen beziehungsweise Fahrereingaben in Vorgaben für relevante Systeme wie Lenkung, Bremse, Antrieb und Dämpfung. Damit lassen sich Quer-, Längs- und Vertikaldynamik des Fahrzeugs integriert beeinflussen. Für Fahrzeughersteller wird dies zunehmend relevant, weil Fahrdynamikfunktionen stärker softwarebasiert entwickelt, in zentrale E/E-Architekturen integriert und über den Fahrzeuglebenszyklus weiterentwickelt werden.

„Vehicle Motion Control kann Fahrzeughersteller dabei unterstützen, softwarebasierte Fahrdynamikfunktionen schneller, flexibler und mit geringerem Integrationsaufwand in moderne Fahrzeugplattformen zu bringen. Mit dem gemeinsamen Demonstrator wollen wir zeigen, wie sich dieser Ansatz in realitätsnahen Entwicklungsumgebungen validieren und für potenzielle Kunden konkret erfahrbar machen lässt“, betont Kristof Polmans, verantwortlich für Research & Advanced Development im Bereich Chassis-Technologien bei thyssenkrupp Automotive Technology.

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Proof of Concept, der bestehende Software- und Systemkompetenzen beider Partner zusammenführt. Der VMC-Ansatz wird schrittweise integriert und getestet. So können Funktionen, Schnittstellen und Systemverhalten unter zunehmend realitätsnahen Bedingungen bewertet werden. Fahrsimulator und Demonstrationsfahrzeug bilden zugleich die Grundlage für Kundendemos, mit denen die Wirkung des VMC-Ansatzes praxisnah erlebbar gemacht werden soll. Mit dem Demonstrator wollen die Partner zeigen, wie sich bislang getrennt betrachtete Fahrzeugsysteme übergeordnet koordinieren lassen. Vehicle Motion Control kann dazu beitragen, Integrationsaufwand zu reduzieren, neue Funktionen effizienter auf unterschiedliche Plattformen zu übertragen und das Fahrverhalten markenspezifisch abzustimmen.

„Die Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Automotive Technology erlaubt es uns, unsere Stärken in der Fahrzeugintegration mit ausgeprägter Attribut- und Aktuatorikkompetenz zu verbinden. Damit unterstützen wir OEMs dabei, komplexer werdende Fahrzeugarchitekturen ganzheitlich zu entwickeln und abzusichern“, sagt Jonas Grötzinger, Senior Fachexperte Vehicle Motion der EDAG Group.

Das Projekt verbindet komplementäre Kompetenzen beider Partner. thyssenkrupp Automotive Technology bringt als Tier-1-Zulieferer umfassende Kompetenz in Lenkungs-, Fahrwerks- und Dämpfungssystemen, Aktuatorik sowie fahrdynamischen Regelungsfunktionen ein. Hinzu kommt Erfahrung in der Entwicklung und Validierung integrierter Motion-Control-Funktionen unter realitätsnahen Bedingungen. Die EDAG Group bringt ihre umfassende Expertise in Fahrzeugentwicklung, Fahrdynamik, Systemintegration und Gesamtfahrzeugarchitektur ein.

Das Feedback aus den geplanten Kundendemos soll in die Bewertung möglicher weiterer Entwicklungsschritte einfließen. Das Projekt adressiert insbesondere Fahrzeuge mit zentralisierten, softwareorientierten Architekturen, etwa im Premium- und Performance-Segment. Der Ansatz ist grundsätzlich plattformfähig ausgelegt und soll auf unterschiedliche Fahrzeug- und Architekturkonzepte übertragbar sein.